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Trauer auf beiden Stühlen: 23. und 24. Januar 2026!

Das eigene Abschiednehmen nach dem Tod von PatientInnen und die Trauerbegleitung Hinterbliebener.

Wenn unsere PatientInnen versterben, hinterlassen sie- abhängig von der entstandenen therapeutischen Beziehung- Spuren in uns: Traurigkeit, Leere, intrusive Gedanken oder Selbstzweifel lassen sich als Merkmale beruflicher Trauer beschreiben.

In der Fortbildung loten wir aus, welche Bedeutung diese Merkmale in unserem eigenen Berufsleben haben. Anschließend entwickeln wir Umgangsmöglichkeiten auf individueller sowie auf Teamebene.

Wichtige Leitfragen des ersten Fortbildungstags lauten:

  • Wie gestalte ich die therapeutische Beziehung in Todesnähe zwischen professioneller Distanz und professioneller Nähe so, dass möglichst wenig Versäumtes für mich zurückbleibt?
  • Worauf weisen mich eventuelle Schuldgefühle hin?
  • Welche persönlichen Rituale erleichtern mir den inneren Abschluss?
  • Worauf ist bei einer Kontaktaufnahme mit Hinterbliebenen zu achten?
  • Helfen uns Abschiedsrituale im Team?

Im zweiten Teil des Seminars beschäftigen wir uns mit der Trauerbegleitung und Trauertherapie mit Hinterbliebenen.

Trauernde finden auf unterschiedlichen Wegen zu uns: mit Trauer als ausdrücklichem Therapieanliegen oder auch im Rahmen eines Angehörigengespräches nach natürlichem Tod oder einem Suizid. Da für Trauer keine Norm existiert, können Heftigkeit und Dauer von Trauerreaktionen verunsichern, und zwar sowohl die Betroffenen als auch uns Behandelnde.

Folgende Themen werden am zweiten Fortbildungstag vertieft:

  • Definition und Bedeutung von Trauer als Kehrseite unserer Bindungsfähigkeit
  • Modelle zum Trauerverlauf: Kritik der Phasenmodelle, Duales-Prozess-Modell (Stroebe und Schut), Modell der Traueraufgaben (Worden).
  • „Niemand kann es mir recht machen"-Die Bedürfnisse Trauernder
  • Darf Trauer pathologisiert werden und wenn ja: wann? -Die Diagnose „Anhaltende Trauerstörung" (ATS) in der ICD 11
  • Trauerbegleitung und Trauertherapie: Abgrenzung, Indikation und Wirkfaktoren
  • Die Durchführung von Trauerbegleitung und-therapie mit Fallbeispielen: Ein Plädoyer für „langen Atem"
Dr. phil. Dipl. Psych. Klaus Lang aus München

Für das Seminar konnten wir (erneut) Dr. Klaus Lang gewinnen. Dr. Lang ist Verhaltenstherapeut und Supervisor in eigener Praxis in München, ist als Palliativpsychologe und Psychoonkologe im wissenschaftlichen Beirat der deutschen Krebsgesellschaft (Sektion Psychoonkologie) tätig und engagiert sich seit Jahren intensiv in der psychoonkologischen Weiterbildung.

  • Die Gruppengröße beläuft sich auf 22-24 TeilnehmerInnen
  • Die Kosten betragen 360 Euro inclusive Pausenverpflegung, die Veranstaltung findet in Münster im A2 am See, Annette-Allee 3, statt.
  • Kurszeiten: 23. und 24. Januar 2026,  freitags 9.00-16.30 Uhr, Samstag 9.00-14.30 Uhr, insgesamt 14 UE
  • Fortbildungspunkte sind beantragt.
  • Anmeldung gern per email unter info@vt-muenster.de
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